Breaking Bad – Für alle, die ein bisschen was aushalten.

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Auf Breaking Bad wurde ich wegen des herausragend guten Soundtracks aufmerksam. Ich schaltete mehr zufällig, als eine Folge im Fernsehen lief, mitten hinein. Ich wusste überhaupt nicht worum es geht, aber es hatte sofort eine starke Faszination, diese Kompromisslosigkeit, Direktheit und der tief schwarze Humor der Macher. Was mir sofort auffiel, war der ungewöhnlich gute Soundtrack.
Leider ist der komplette Soundtrack der Serie nicht zu bekommen (ich nehme an aus Copywrite-Gründen), was wiederum für die Kompromisslosigkeit der Macher spricht, die hier nicht an Zweitverwertungen denken, sondern nur an das bestmögliche für den Film.

Nach diesem kurzen Zufalls-TV-Erlebnis war ich so beeindruckt, dass ich mich entschloss, die Serie auf DVD zu bestellen – und es ist das Beste, das ich seit langem gesehen habe. Die Serie ist sicherlich nichts für zartbesaitete Gemüter, man braucht eine gewisse Gelassenheit und wirklich jede Menge schwarzen Humor. Aber dann will man immer mehr und mehr. Man kommt nicht mehr davon los.



Ich möchte die Geschichte gar nicht zusammengefasst erzählen, das finde ich immer sehr langweilig, darum nur kurz worum es geht:
Ein völlig normaler, gesetzestreuer Chemielehrer im US-Bundesstaat New Mexico, der seine schwangere Frau und seinen körperlich behinderten vielleicht 16-jährigen Sohn mit seinem kleinen Gehalt finanziell kaum über Wasser halten kann, erfährt, dass der unheilbar Krebs hat. Für die Zeit nach seinem Tod möchte er seine Familie finanziell absichern, da er nicht mehr viel Zeit hat, begibt er sich in die lebensgefährlichen Untiefen des Drogengeschäftes.

Wie handelt ein Mensch, der nichts mehr zu verlieren hat, an welche Grenzen stößt er. Wie handelt er in Situationen, in denen er wirkt wie ein Fremdkörper, weil er dort ja eigentlich gar nicht hingehört, keine Ahnung und keine Routine hat. Wie überwindet er sich, um unglaubliches, wirklich unglaubliches jenseits früherer Werte und Vorstellungen zu tun. Wie ist es, wenn man die Seite wechselt, seine ethischen und moralischen Werte abschaltet und zum Schlechten wechselt.
Doch, und das ist ganz erstaunlich, welche Stärke und Überlegenheit sich aus einer solchen Grundkonstellation entwickeln kann, kommt immer wieder beeindruckend zu Tage, denn beispielsweise auch normale, brutale und allseits gefürchtete Verbrecher haben in der Regel etwas zu verlieren, nämlich im schlimmsten Fall ihr Leben. Das hat der Hauptdarsteller nach der Bekanntgabe der Diagnose der Ärzte schon verloren. Und spätestens hier beginnt man, über sein eigenes tägliches Handeln ein wenig nachzudenken.
Wie im normalen, unbescholtenen Leben, ist die Welt des Verbrechens auch voller Unzulänglichkeiten, Inkompetenz, Widersprüchlichkeiten und Improvisation und bei aller Tragik mit einer sich daraus zwangsläufig ergebenden großen Komik.



Selbstverständlich führt der Hauptdarsteller ein Doppelleben, was zu wunderbaren Konstellationen führt. Sein Schwager ist Drogenfahnder, die Schwester seiner Frau (also die Frau des Drogenfahnders) hat kleptomanische Anwandlungen, zu seinem Partner für die Drogengeschäfte macht Heisenberg, so das Pseudonym des Hauptdarstellers in der Drogenwelt, einen ehemaligen Schüler, den er zufällig dabei beobachtet, wie er bei einer Drogenrazzia der Polizei entkommt, denn „Heisenberg“ bringt für die Herstellung von Drogen als Chemielehrer die Fachkompetenz mit, Jesse, sein ehemaliger Schüler, ist schon im Drogengeschäft tätig.

Es gibt inzwischen 4 Staffeln auf DVD zu kaufen. Beginnt man damit, will man immer mehr.

Mehr Infos findet ihr hier:
http://www.breakingbad.de/die-serie/

Link zum Soundtrack (Liste)
http://www.breakingbad.de/2010/07/26/soundtracks

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